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Ein Tag im Homeoffice

geschrieben von Sarah

 

Vor der Covid-19-Zeit hatten wir Azubis zwar auch schon die Möglichkeit, Homeoffice zu machen, haben das jedoch kaum in Anspruch genommen. Während der Theoriephasen waren wir in der Schule und während der Praxisphasen haben wir in unseren Einsatzabteilungen aktiv mitgearbeitet.

Als im März dieses Jahres dann die Pandemie kam, standen wir plötzlich alle vor einer großen Herausforderung, denn auch wir wurden ins Homeoffice geschickt.

 

Ich bin zu diesem Zeitpunkt gerade in eine neue Abteilung gekommen, sodass die Einarbeitung nur digital stattfinden konnte. Anders als ich erwartet hatte, hat das ziemlich gut geklappt. Dank der Möglichkeit, Bildschirme freizuschalten und zu teilen,

konnte ich genau sehen, wie bestimmte Systeme bedient werden und welche Schritte ich dabei machen muss.

 

Danach war Learning by Doing angesagt. Auch das hat erstaunlich gut funktioniert.

 

Die Konzentration zu Hause ist bei mir deutlich höher, auch wenn es mal Tage gibt, an denen nichts

klappt und einem bewusst wird, wie einfach man doch komplett aus dem Konzept gebracht wird.

 

Hier einmal ein paar lustige Momente aus meinem Homeoffice:

 

1. Die Nachbarn:

Ich sitze mitten in einer Videokonferenz mit meiner Einsatzabteilung. Da ich alleine zu Hause bin und somit keiner

stören kann, habe ich den Ton natürlich nicht auf stumm geschaltet. Da macht sich plötzlich mein lieber Nachbar mit seiner Bohrmaschine bemerkbar. Das Bohren war natürlich so laut, dass es auch für die Kolleg*innen zu hören war. Wir konnten zwar alle darüber lachen, aus dem Call habe ich mich jedoch frühzeitig ausgewählt, da ich einfach nichts mehr verstanden habe. Nach circa eineinhalb Stunden war der Spuk dann vorbei.

 

2. Haustiere:

Ich denke so ziemlich jeder, der eine Katze als Haustier hat, kennt das Phänomen: Sie schlafen überall dort, wo du bist oder dort, wo sie nicht schlafen sollen. So habe ich während meiner Homeoffice-Zeit öfter mal mit einer schlafenden Katze auf meiner Tastatur zu kämpfen gehabt.

 

3. Unterbrechung der Wasserversorgung

Wenn man in einer Mietwohnung lebt, bekommt man öfter mal die Nachricht von der Genossenschaft oder dem Vermieter, dass verschiedene Arbeiten im Hause stattfinden. Bei uns im Haus ist der folgende Fall eine rechte übliche Notiz „Unterbrechung der

Wasserversorgung am Xy von 8 bis 15 Uhr“. Normalerweise ist das kein Problem. Ich verlasse das Haus einfach etwas früher und wenn ich von der Arbeit komme, funktioniert wieder alles. Im Homeoffice gestaltet sich das Ganze jedoch schon schwieriger, denn ohne Wasser ist man ziemlich aufgeschmissen. Als dann noch gefühlt alle 30 Minuten die Handwerker für Rückfragen geklingelt haben, wurde meine Geduld schon auf eine harte Probe gestellt.

 

Ich bin mir sicher, viele von euch können ähnliche Geschichten erzählen. Es gibt Situationen, die mal mehr und mal weniger lustig sind. Ich habe aus der Erfahrung im Homeoffice gelernt, immer alles offen und entspannt anzugehen und aus jeder Situation das Beste zu machen. Also auch, wenn bei euch mal alles wie verhext ist: Bleibt gelassen!